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Literatur zu Zeit-Themen

Zeit-Literatur möchte über neu erschienene Bücher, Zeitschriften, usw., die lesenswert erscheinen, jeweils aktuell und mehrmals jährlich informieren. Sie finden hier Leseempfehlungen für wissenschaftliche Zeit-Fachliteratur, Sachbücher, die sich dem Thema Zeit widmen sowie auch von Zeit-Erlesenem für Muße-Stunden.

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Ludwig Heuwinkel

„Ich hab' keine Zeit!“
Zeitknappheit, Zeitkonflikte und Zeitwohlstand. 125 Buchvorstellungen

2019
Berlin: LIT Verlag

Zeitknappheit und Zeitdruck sind Merkmale der Beschleunigungsgesellschaft. Die technische, soziale und ökonomische Beschleunigung hat auf der einen Seite zur Erhöhung des Lebensstandards geführt. Auf der anderen Seite gibt es aber einen Anstieg psychischer Erkrankungen und Umweltprobleme infolge der Missachtung natürlicher Rhythmen. Zeitsouveränität, Zeitwohlstand und Zeitpolitik zeigen Wege aus der Beschleunigungsspirale auf.

Im ersten Teil wird ein umfassender Überblick zum Stand der „Zeit“-Diskussion gegeben. Teil 2 enthält thematisch geordnete Rezensionen des Autors zu „Zeit“-Büchern. (Verlagstext)

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Zeitschrift

Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik (Hrsg.)
Muße in der digitalen Welt

Jg. 15 Dezember 2018
Zeitpolitisches Magazin Nr. 33

Was wird in der immer schnelleren digitalen Welt aus dem Verweilen im gegenwärtigen Moment, dem zeitvergessenen Genießen und Tun, der Muße? Fehlt uns die Zeit dafür, und wenn ja, dann warum? Was in den digitalen Medien hindert uns daran? Lassen wir uns von der ständigen Möglichkeit zu kommunizieren, hindern? Wie verändert die sofortige Erreichbarkeit beliebiger Informationen, wie die Möglichkeit, jederzeit und von überall aus überall hin zu kommunizieren, das Umgehen mit Zeit? Diese Ausgabe enthält Philosophisches, Historisches und Neuro¬psychologisches dazu sowie Forschungsergebnisse und Überlegungen zu digitalem Lesen, Tagebuchschreiben und Muße-Apps. (www.zeitpolitik.de)

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Hannah Ahlheim
Der Traum vom Schlaf im 20. Jahrhundert
Wissen, Optimierungsphantasien und Widerständigkeit

2018
Göttingen: Wallstein Verlag

Der Schlaf: seit Jahrtausenden Gegenstand von Mythen, Erzählungen und Bildern. Der Mensch verschläft ein gutes Drittel seines Lebens. Die Zeit, die wir im Schlaf verbringen, ist eine unbewusste, unproduktive und untätige, aber auch eine lebensnotwendige und herbeigesehnte Zeit. Wie geht nun eine Gesellschaft, in der wissenschaftliches Verstehen, Rationalität und Effizienz eine zentrale Rolle spielen, mit einem so widerspenstigen Phänomen wie dem Schlaf um?

Hannah Ahlheims Studie über die Entwicklung des „Schlafwissens“ in Deutschland und den USA seit dem späten 19. Jahrhundert verbindet konsequent die Geschichte einer Wissenschaft mit der Geschichte der modernen Gesellschaft. Sie zeigt, dass nicht nur das Bild vom schlafenden Körper, der träumenden Seele bzw. dem träumenden Gehirn ein anderes geworden ist. Die Arbeit mit dauerwachen Maschinen, aufgeweichte Grenzen zwischen Tag und Nacht, Fortschritte der Wissenschaft, die Entwicklung von synthetischen Schlafmitteln und die Erfahrungen des Krieges stellten neue Anforderungen an die alltägliche Organisation des Schlafens und beförderten die Angst vor dem Verlust des Schlafs. (Verlagstext)

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Axel Mengewein
Halbe Arbeit – ganzes Leben
Arbeite so wenig, wie du willst. Das Teilzeit-Manifest

2018
Gütersloh: Ariston

Schon in wenigen Wochen entspannter und zufriedener leben. Und dabei nur geringe finanzielle Abstriche – oder sogar mit etwas mehr im Geldbeutel, wenn man Berufspendler ist! Teilzeit liegt im Trend, die Zahl der Menschen, die in Teilzeit arbeiten, steigt kontinuierlich. Die Gründe sind vielfältig, die Vorteile liegen auf der Hand: Eine Reduktion der Arbeitszeit bedeutet weniger Stress und einen Zuwachs an Lebensqualität. Axel Mengewein erklärt an konkreten Beispielen, wer wann wie in Teilzeit gehen kann, und gibt Tipps für das Gespräch mit Vorgesetzten. Er hilft, Existenzängste abzubauen, die mit dem Thema Teilzeit immer noch verbunden sind, und beschreibt, wie wir mit Teilzeit glücklicher, freier und selbstbestimmter durchs Leben gehen. (Verlagstext)

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Olaf Georg Klein
Tagebuchschreiben

2018
Berlin: Wagenbach

Ein Buch über Denken und Schreiben, Zeitwahrnehmung und Erinnerung – und ein längeres, glücklicheres Leben: durch das Tagebuchschreiben. „Zeit als Lebenskunst“ – das ist ein erfolgreiches Buch und das große Thema von Olaf Georg Klein.

Jetzt widmet sich Klein dem Tagebuchschreiben: Wer tut das, in welchem Lebensalter und in welcher Form, und wie fängt man damit an? Schreibt man besser mit dem Stift oder am Computer, spontan oder bedacht, täglich oder nur gelegentlich, auf Reisen oder auch im Alltag, in kurzen Stichworten oder langen Sätzen? Darf man Tagebuchnotizen korrigieren? Sind sie dann noch authentisch? Und überhaupt: Wer sollte sie lesen? Wie gingen die berühmten Tagebuchschreiber der Geschichte mit ihren Aufzeichnungen um?

Olaf Georg Klein weiß, dass Tagebuchschreiben mehr Zeit schenkt als verbraucht – und dass das Schreiben das Leben vervielfacht. Er zeigt die Möglichkeiten, mittels des Tagebuchs die Erinnerung zu schärfen, konkreter zu denken, intensiver zu fühlen und zu leben. Und er erläutert, worin der Unterschied zu einem Blog besteht.

Begleitet von berühmten Tagebuchschreibern wie Franz Kafka, Elias Canetti, Max Frisch, Susan Sontag und Wolfgang Herrndorf. (Verlagstext)

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Benno Zeitmetz Kreuzmair
Alle Uhren gehen falsch. tractatus neo-horologicus

2017
Berlin/ München/ Zürich: novum Verlag

Wir Menschen empfinden die Zeit unterschiedlich schnell, was sich mit einer normalen Uhr aber nicht abbilden lässt. Eine Lösung bietet die Aufteilung in Normalzeit, Fühlzeit und Wunschzeit – lassen Sie sich auf dieses faszinierende Abenteuer ein! (Verlagstext)

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John Zerzan
Time & Time Again

2018
Olympia, WA: Detritus Books

These three essays were written about a dozen years apart, from the mid-80s to 2017. I’ve been intrigued by the subject and so have returned to try again.

I think that it is with time – that is, our consciousness of this so-elusive object – that we first enter into a symbolic field or dimension. Our lives thus begin an estrangement that grows and grows. Time and alienation are two words that are the measure of each other. Time becomes a thing, standing pitilessly over us.

Taken together maybe these pieces are strands toward solving the puzzle of time. In my view the topic is best understood historically (and pre-historically) so as to ground and be able to chart its course.

Once we lived without time. Now it’s all too real. But it was never a natural or inevitable development. A harbinger of symbolic culture... and look what that’s brought us. (Verlagstext)

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Jürgen Zulley

Schlafkunde.
Wissenswertes rund um unseren Schlaf

2018
Frankfurt/ Main: Mabuse Verlag
ISBN: 9783863214005

Schlafen – kennt jeder. Aber was ist Schlaf überhaupt? Je mehr man sich mit diesem alltäglichen, oder besser allnächtlichen, Zustand befasst, desto unsicherer wird man und merkt, wie sehr der normale Schlaf noch im Dunkeln verborgen liegt. Schlaf ist ein ungeheuer faszinierender und geheimnisvoller Teil unseres Daseins. Der renommierte Schlafforscher Jürgen Zulley erläutert verschiedene Facetten des Schlafs, wie Schlafdauer, Heilschlaf, Schönheitsschlaf, Einfluss des Mondes oder Ernährung und Schlaf, in verständlicher und unterhaltsamer Weise, aber auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. (Verlagstext)

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Thea Herold

Du hast Zeit.
Eine Liebeserklärung an die Pause

2018
Berlin: B&S Siebenhaar Verlag
ISBN: 9783943132601

Wir alle brauchen Pausen. Doch viele von uns schaffen das Abschalten nicht. Übervolle Tage und schlechter Schlaf sind oft die Folge. Unsere Gesundheit, Kreativität, das soziale Leben und nicht zuletzt die Freude an jedem Tag gehen ohne Pausen verloren. Wir müssen also wieder lernen, mit Pausen zu leben.
Thea Herold schreibt in ihrer Liebeserklärung an die Pause, warum gerade diese Zeit für uns Menschen im 24 Stunden/7Tage-Nonstop-Zeitalter so kostbar ist. Mehr noch – sie ist durch nichts zu ersetzen.
Zeit für Pausen, das bedeutet viel mehr als Urlaub, Ferien, Feierabend. Gute Pausengewohnheiten im Alltag bringen oft mehr als teuere Wellness-Wochenenden und exklusive Off-Zeiten. Sie sind mehr als leerer Platz im Kalender und schenken uns Einblicke, auf die wir allein beim digitalen Leben mit High-Speed-Datenfluten allein gar nicht kommen. Pausen gehören zur menschlichen Natur, und wie wir sie machen, das prägt unser Leben.
Jeden belohnt eine gute Pause zur rechten Zeit. Thea Herolds Breakreminder-Liste mit Pausen-Tipps basiert auf ihren Recherche-Erfahrungen, auf vielen Jahren Wissensvermittlung zu diesem Thema in der Erwachsenenbildung und auf einer unverwüstlichen Neugier beim Suchen nach individuellen Pausengewohnheiten und Orten für die Pause in der kleinen und großen Welt. (Verlagstext)

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